Der Oktopus bei Caillebotte
Der Oktopus spaziert durch Gustave Caillebottes verregnetes Paris – mit eigenem Schirm und ohne Zylinder.
Nach den alten Meistern Rembrandt und Vermeer springt der Oktopus ins 19. Jahrhundert: in Gustave Caillebottes „Straße in Paris, Regenwetter“ von 1877, heute im Art Institute of Chicago.

Was übernommen ist
Der Aufbau stimmt: vorne rechts das Paar, das auf uns zukommt, in der Mitte die grüne Laterne, die das Bild teilt, dahinter der weite, nasse Platz mit Passanten unter Schirmen und das spitz zulaufende Eckhaus im Hintergrund. Caillebotte hat eine Kreuzung an der heutigen Place de Dublin gemalt, im damals neuen Paris mit seinen breiten Straßen.
Was anders ist
Bei Caillebotte trägt der Mann einen Zylinder, und das Paar geht unter einem gemeinsamen Schirm. Hier hat jeder seinen eigenen Schirm, und der Oktopus verzichtet auf den Hut – auf seinem Kopf hätte er ohnehin keinen Halt. Die Frau schaut zu ihm hinüber, als wäre sie sich nicht ganz sicher, mit wem sie da unterwegs ist.
Auch die Malweise ist eine andere: Caillebotte malte fast glatt, beinahe fotografisch. GPT-6 setzt dicke, sichtbare Pinselstriche, eher wie bei Monet oder Renoir. Das Bild sieht dadurch „impressionistischer“ aus als das Original – obwohl Caillebotte es 1877 tatsächlich auf der Ausstellung der Impressionisten gezeigt hat.
Quellen: Art Institute of Chicago, Wikipedia (englisch), abgerufen am 22. Oktober 2026.